
Das Diving Manual BR 2806 (1972) des britischen Verteidigungsministeriums (MOD), mit dem Army Code No. 61231, führt in Sektion 3 „3334. Diver’s Watches“ folgende Regelungen auf, die zumindest für Tauchuhrenfans klar signalisieren, dass sich eine militärische Karriere hin zum Supervisor nicht unbedingt gelohnt hätte:
- Two types of wrist watch are provided für use when diving – the diver’s watch, ‚Rolex‚ or ‚Omega‚, and the supervisor’s watch, ‚Lemania‚.
- The diver’s watch is normally supplied only to CD teams [Clearance Diver] and units. It can be used to any depth attainable by current Service equipment. It is fitted with a revolving bezel, which can be adjusted to indicate time elapsed. When used in an underwater swimming operation, the watch is normally strapped to a combined swimboard with the depth gauge and compass (Article 3335).
- The supervisor’s watch is used only for supervision. It is splash-proof and not pressure resistant.
- Before and after use all watches are to be checked. A cracked class admit water under pressure, which may prove dangerous when the pressure is reduced. Although the watches are robust, they will not withstand unfair treatment and should not be worn in hot baths or showers.
- SARDs [Search and Rescue Divers] may be issued with the diver’s watch, ‚Rolex‘ or ‚Omega‘, instead of the standard aircrew watch.
Nichts gegen Lemania, aber eine Sub oder Seamaster der britischen Armee wäre definitiv zu präferieren. :-)


Eigentlich müsste ja auch ohne Wikipedia-Eintrag für die meisten klar gewesen sein, wo der Produktschwerpunkt der Frankfurter Uhrenmarke Sinn zu Beginn gelegen hat: „Nach der Gründung 1961 konzentrierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Navigationsborduhren und Fliegerchronographen und verkaufte diese im Direktvertrieb unter Ausschaltung des Zwischenhandels.“ – Kein Wunder, denn hinter dem Firmennamen stand bis zum Verkauf im Jahr 1994 ja nicht nur ein „ein Pilot, Instrumenten- und Kunstfluglehrer, Luftfahrtsachverständiger und Unternehmer“, sondern u.a. auch ein „Rallyefahrer“. Ergo Flieger- und Borduhren.
Die Taucheruhrensparte von Sinn sollte erst nach der Übernahme durch Lothar Schmidt und der damit einhergehenden kompromisslosen Ausrichtung des Unternehmens auf selbst entwickelte und gefertigte „Einsatzzeitmesser“ so richtig in Fahrt kommen:


Mit der 203 und vor allem mit den im Jahr 2005 lancierten Modellen U1 und U2 konnte sich Sinn rasch auch ausserhalb Deutschlands als Anbieter von Uhren für den Unterwassereinsatz etablieren, es waren aber notabene nicht die ersten mechanischen, bis 1000-Meter (resp. 2000 im Fall der U2) wasserdichten Uhren der Marke (siehe Ref. 801 A aus den 80er-Jahren), und auch längst nicht die ersten mit Taucherlünette: Sinn startete nämlich vor 56 Jahren in Frankfurt in Tat und Wahrheit nicht nur als „Uhrenspezialist für Fliegerchronographen, Industrie-, Rennsportuhren“, sondern auch als Spezialist „für Taucheruhren“.
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